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Hunde suchen Freunde

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Verdi, mein Freund und meine Freiheit

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it Zustemmung von Gemmy und die webmaster ubernommen von die Site von Mayra

Mein Name ist Gemmy, 33 Jahre. Ich wohne zusammen mit Frank in Süd-Limburg ( NL ) und, seit dem 2. September 1998 mit Verdi, meinem Hilfshund. Er ist bei mir, da ich an Epilepsie leide.

Verdi ist ein lieber treuer schwarzer Labrador, der mein und unser Leben sehr zum Positiven verändert hat. Nie zuvor hätte ich gedacht wie gross der Unterschied sein kann, wenn man das Glück hat, dass ein Hilfshund in dein Leben spaziert. Wie es ohne ihn war kann ich mir beinahe nicht mehr vorstellen. Verdi sorgt dafür, dass ich viel unabhängiger von den Menschen um mich herum bin und gibt mir eine Menge Freiheit. Dank ihm ist meine Lebensqualität enorm gestiegen und natürlich ist er für mich und uns ein ganz besonderer Kamerad.

Er ist von Hulphond Nederland ( vormals Stiftung SAM ) ausgebildet zum ADL-Hund’ ( Aktivitäten tägliches Leben ). Da es damals in den Niederlanden kaum Erfahrung mit Hilfshunden für Epilepsie gab, hat er diesen Teil seiner Arbeit von uns gelernt. Er lernte schnell und hatte sofort mein Herz gestohlen. Dank Verdi kann ich wieder Zuhause alleine bleiben, weil er Hilfe holt wenn es nötig ist. Ich bekomme täglich Anfälle.

 

Oft sind das glücklicherweise nur kurze Anfälle, wovon ich mich schnell wieder erhole. Aber manchmal bekomme ich viele Anfälle nacheinander. In so einem Fall muss ich Medizin erhalten um da wieder raus zu kommen und, da ich dann nicht bei Bewusstsein bin, kann ich diese Hilfe nicht selbst holen. Seit Verdi da ist sorgt er dafür. Er hat gelernt bei einem Anfall auf einen Knopf zu drücken, wodurch mittels Alarmsystem Frank angerufen werden kann wenn nötig. Glücklicherweise ist dies nicht bei jedem Anfall so und deshalb hat Frank ein Alarmsystem mit Zeitverzögerung installiert. Daher kann ich, wenn ich innerhalb kurzer Zeit wieder bei Bewusstsein bin, den Alarm ausschalten. Es wird also nur angerufen wenn es wirklich nötig ist. Früher musste immer das Risiko abgewogen werden, ob ich nun alleine und wie lange zu Hause blieb oder nicht. Das ist nun keine Frage mehr. Dank Verdi kann ich alleine bleiben, denn er sorgt dafür, dass Frank angerufen wird falls nötig. Dies ist natürlich eine enorme Freiheit. Auch für Frank und den Rest meiner Umgebung ist es eine grosse Beruhigung.

Nach einem Anfall kommt Verdi zu mir und wartet geduldig, bis ich wieder bei Bewusstsein bin. Dann lässt er mich merken dass er bei mir ist, indem er um Zuwendung bittet und bekommt dann natürlich seine wohlverdiente Belohnung. Oft kann ich dann schon wieder für mich selbst sorgen, aber auch bei stärkeren Anfällen bietet er Hilfe. Manchmal ist bei so einem grösseren Anfall meine rechte Körperhälfte gelähmt. Darum hat Verdi gelernt Dinge zu packen, so wie meine Medikamententasche, ein Handy usw. Diese Dinge packt er auf Wortkommando. Da ich aber zeitweise nicht sprechen kann, haben wir ihn auch Zeichen gelehrt. Auch andere Dinge begreift er ohne verbale Kommandos. Zum Beispiel mir beim Aufrichten zu helfen wenn es mir selbst nicht gelingt. Dadurch kann ich mit seiner Hilfe nach einem grösseren Anfall auf die Couch oder in’s Bett gelangen, wenn es nötig ist

Auch auf der Strasse ist er von grossem Wert. In der Vergangenheit hatte ich regelmässig Laufanfälle. Dies bedeutet dass man bei einem Anfall während des Laufens einfach weiter läuft, ohne sich der Gefahr bewusst zu sein, da man ja in dem Augenblick ohne Bewusstsein ist. Mit dem Verkehr und so kann das natürlich gefährlich sein. Darum haben wir Verdi gelehrt bei jedem Bürgersteigrand zu halten und mit dem Überqueren der Strasse zu warten, bis er ein Kommando erhält. Während eines Laufanfalles kann man keine Kommandos mehr geben. Darum bleibt Verdi immer am Randstein stehen und hält mittels der Leine gegen, falls ich bei so einem Anfall auf die Strasse laufen will.

Auf dieselbe Weise macht er das auch bei Wasser, wie Bach oder Teich. Da Wasser bei einem derartigen Anfall gefährlich sein kann, hält Verdi auch immer sobald wir uns Wasser nähern und stoppt mich so.

Auf diese Weise hat er im Laufe der Jahre diverse Male verhindern können, dass ich während eines Laufanfalls die Strasse überquerte oder in den Bach lief. Weil er mich buchstäblich von der Strasse fernhält, kann ich dank Verdi wieder selbst sicher nach draussen, was eine grosse Freiheit bedeutet. Hierdurch bin ich von anderen Menschen nicht mehr so abhängig, wenn ich etwas einkaufen, zu einem Kursus, einer Vereinigung, zum Arzt oder spazieren gehen möchte, oder um auch Verdi auf dem Feld rennen zu lassen. Er sorgt dafür, dass ich sicher überall hinkomme und auch wieder nach Hause.

Ich bin so froh nicht mehr so abhängig von anderen Menschen zu sein, nun wo ich mit Verdi mal einfach etwas unternehmen kann. Jetzt kann ich nach draussen wann ich es will und bin damit enorm glücklich.

Nachdem Verdi eine zeitlang hier war, ging sein Hilfe noch einen grossen Schritt weiter. Er fühlte meine Anfälle kommen und warnte mich rechtzeitig. Wie er das merkt ist nicht recht deutlich, aber wohl wie viel es bedeutet. Noch lange nicht jeder Hund kann oder hat dies. Es ist einem Hund auch nicht durch den Menschen zu lehren, aber man kann es wohl stimulieren. Auch gibt es keine Garantie. Selbst fühle ich die Anfälle nicht kommen und auch andere sehen diese nicht vorab an mir. Darum habe ich in der Vergangenheit oft Verletzungen erlitten, darunter auch eine Gehirnerschütterung. Auch bei einem kurzen Anfall sind die Folgen oft lange fühlbar. Inzwischen bin ich nun dank Verdi eine geraume Zeit nicht mehr gefallen. Sobald er fühlt dass ich einen Anfall bekomme warnt er mich und so habe ich die Zeit mich zu setzen oder legen. Dadurch falle ich nicht mehr und das macht einen grossen Unterschied.

Früher galt es immer das Risiko abzuwägen ob ich Dinge tun konnte tun oder nicht. Manchmal ging es gut, oft aber auch nicht. Das ist nun ganz anders. Wenn ich nun koche läuft nichts mehr schief. Sobald Verdi mich warnt stelle ich das Gas aus und setze mich auf den Boden. Da Verdi mich nun wissen lässt wann ein Anfall kommt, ist Zeit genug um Sicherheitsmassregeln zu treffen und die Konsequenzen eines Anfalls sind nicht mehr so gross. Dadurch kann ich meist schnell wieder meine Arbeit aufnehmen. Im täglichen Leben gibt es dafür viele Beispiele, die den Unterschied zwischen risikovollen Situationen und Sicherheit ausmachen, dank Verdi’s Warnung. Wenn ich z.B. in einer solchen Situation gerade beim Bügeln bin, dann sorge ich dafür dass das heisse Bügeleisen aus meiner und Verdi’s Reichweite ist und ziehe den Stecker heraus. Wenn ich gerade Gemüse schneide, lege ich das Messer nieder und setze mich sicher hin. Falls ich gerade esse höre ich damit auf, damit ich mich nicht verschlucke und, wenn ich dusche, kann ich mich setzen und evtl. noch den Hahn zudrehen. Jetzt kann ich auch wieder alleine die Treppe hinauf und hinunter laufen, nun ich weiss, dass Verdi mich warnt. Ich traue mich sogar wieder auf eine Leiter, etwas was ich mir früher ohne Verdi aus dem Kopf schlagen konnte. Wir haben nämlich ein neues Haus an dem noch allerhand Dinge zu tun sind. Es ist herrlich, dass ich nun auch meinen Teil dazu beitragen kann.

Solche alltäglichen einfachen Dinge sind für mich damit wieder selbstverständlicher geworden, einfach weil ich keine Angst mehr haben muss, dass das Risiko zu hoch ist. Das gibt mir unglaublich viel Freiheit und darüber bin ich sehr froh!

Wenn ich weg gehe lass ich Verdi mein Handy nehmen. Manchmal verweigert er das aber und dann weiss ich genug. Da er sich nur weigert wenn ich einen Anfall bekommen werde, setze ich mich erst noch einmal hin. Es macht doch viel aus, wenn ich meinen Anfall zu Hause und nicht auf der Strasse bekomme.

Ich kann noch viele Beispiele aufführen in denen Verdi seinen Wert bewiesen hat, aber ich will mit einem letzten schliessen, welches ich selbst sehr besonders fand.

Vor einiger Zeit passte ich auf das Baby von guten Freunden auf. Etwas was ich wegen der Epilepsie ohne Verdi nicht zu riskieren gewagt hätte. Ich wäre viel zu ängstlich darüber gewesen, was im Falle eines Anfalles geschehen könnte. Frank arbeitete sicherheitshalber an dem Mittag zwar zu Hause, aber da Verdi da ist muss er nicht mehr unbedingt neben mir sitzen. Ich gab ihr gerade das Fläschchen als Verdi einen kommenden Anfall meldete. Es war Zeit genug das Fläschen weg zu legen, das Baby sicher nieder zu legen damit es nicht fallen konnte, Frank zu rufen und mich auf den Boden zu setzen. Kurz darauf bekam ich auch den Anfall der somit weiter keine Konsequenzen hatte, da Verdi mich rechtzeitig gewarnt hatte. In so einem Moment realisiere ich sehr gut, wie viel Glück ich mit so einem Hilfshund an meiner Seite habe, wie viel mehr Freiheit, Sicherheit und Qualität dieses Leben doch seitdem hat.

Seit Verdi bei uns ist, ist auch viel mehr möglich. So singe ich seit einigen Jahren in einem Chor, etwas was ich wegen der Epilepsie ohne Verdi nicht so schnell tun würde, und das bereitet mit wirklich Freude. Wenn ich jetzt einen Anfall bekomme kann ich mich abseits setzen und das macht viel aus. Auch mache ich Freiwilligenarbeit als Mitglied bei den Pfadfindern, wo auch Verdi sehr oft seinen Wert während der wöchentlichen Zusammenkünfte und Pfadfinderlagern zeigt.

In den Ferien sind wir am liebsten in den Bergen. Dank Verdi ist sogar eine schöne Bergwanderung viel eher möglich, da dies nun auch sicherer ist.

Verdi ist im Laufe der Jahre ein so grosser Freund geworden und ich liebe ihn sehr! Ich bin ihm so dankbar für alles, was er mir gegeben hat und dass er unser Leben so bereichert. Und ganz sicher nicht nur durch seine Hilfe. Er ist auch ein ganz lieber Hund, mit ab und zu auch dem nötigen Unfug im Kopf, und zu gleicher Zeit ein superlieber Kamerad.

Ich hoffe dann auch sehr, dass wir noch eine Anzahl schöner Jahre zusammen haben dürfen.

 

Viele Grüsse,

Gemmy & Verdi