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Hunde suchen Freunde

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Istanbul August 2007

Wie treue Leser dieser Homepage wissen, sind entgegen aller Absprachen im Dezember 2006 Welpen in Atakoy geboren worden.

 

Durch die primitiven Umstände ist Atakoy kein Platz wo Welpen überleben können. Also hat ActieZwerfhonden die Kleinen mit ihrer Mutter in das Waldtierheim des SHKD bringen lassen mit dem Ziel, sie – wenn die Zeit reif ist – in die Niederlande zur Vermittlung kommen zu lassen. Inzwischen sind die Welpen Teenager geworden und fertig für die Reise in die Niederlande. Also flog ich nach Istanbul.

 

Untenstehend ein Bericht von meiner Reise, die natürlich nicht nur im Abholen der Hunde bestand.

Bis dahin ging ich immer allein nach Istanbul und schlief dort bei befreundeten Tierschützern. Dieses Mal aber ist mein Mann mitgekommen, wollten wir doch auch einmal 2 Tage Touristen spielen. So hatten wir ein Hotel in Sultan Ahmet reserviert.

Mittwoch um 17.00 h sind wir gelandet. Da wir 25 kg Verbandsmittel bei uns hatten, hatte ich gefragt ob wir von jemandem vom SHKD abgeholt werden konnten. Ömer wartete bereits auf uns und, nach vielem Suchen ( in Istanbul scheint niemand den Weg zu wissen ) kamen wir zu unserem Hotel. Sachen ins Zimmer gebracht, schnell eben andere Kleidung angezogen die besser auf die tropischen Temperaturen abgestimmt war.

 

Danach via der Tierklinik von Murat, wo 2 oh so herzallerliebste Streunerkätzchen versorgt wurden, zum Hause einer der türkischen Tierschützerinnen um wieder über das Laufende unterrichtet zu sein.

Viele der Menschen, mit denen ich täglich Kontakt habe, waren anwesend und wir sassen bis spät in die Nacht und erzählten. Und…. oh herrliches Istanbul…. sogar als wir nachts nach Hause fuhren standen wir im Stau.

Den Sonntag haben wir damit verbracht die weltberühmten Sehenswürdigkeiten in dem alten Viertel Istanbuls zu besuchen; die blaue Moschee, das Aya Sofia Museum und den Topkapi Palast.

Jede Moschee hat einen separaten „Frauenteil“.

Wir versuchten einmal nicht an die Streuner zu denken, aber die vielen Hunde und Katzen konnte man einfach nicht übersehen.

 

Istanbul ist eine Stadt der Kontraste; nenne was und sie haben es. Arm-reich, schmutzig-sauber, alt-neu, schön-hässlich.

 

Es ist eine mystische Stadt. Die Menschen sind höflich und gastfreundlich. Und noch nie habe ich so viele Läden und kleine Restaurants gesehen. Überall werden Dinge verkauft; von luxuriösen Geschäften bis zum einfachen Handkarren.

 

 

Den Montag begannen wir mit einem Besuch des Auffangs in Atakoy. Wir dachten auf alles vorbereitet zu sein…… aber das war eine Fehleinschätzung. Der Zugangsweg war mit einem Haufen Abfall blockiert und der Auffang war bereits teilweise abgerissen.

 

Der Auffang muss für eine Kläranlage weichen und die Arbeiter sind bereits vor Ablauf des Termins mit der Demontage begonnen. Es ist präzise ein Happen aus der Mitte weggenommen ( siehe Film ). Der Auffang war bereits nicht gross, aber nun, wo noch gerade 2/3 übrig ist, ist er einfach nur schrecklich. Gerade jetzt, wo wir das alles unter Kontrolle bekamen, muss da abgerissen werden. Ausserdem wurde uns erzählt, dass Salih nach einem Streit mit den Damen gekündigt hat…. die Folgen davon waren bereits zu sehen.

Trotz allem sahen die Hunde gut gefüttert und lebenslustig aus. Die Arbeiter der Gemeinde hatten auch eine gute Tat vollbracht…. sie haben einen Brunnen geschlagen, sodass die Hunde nun unbegrenzt Wasser zur Verfügung haben. Etwas das bei den absurd hohen Temperaturen der letzten Wochen ein Geschenk war.

Eine Monate zuvor ist der Zugang zum Auffang durch einen Witzbold vom Flugplatz eingezäunt worden ( Der Auffang liegt mit Zustimmung der Gemeine auf dem Boden des Flugplatzes ). Um in den Auffang zu kommen um mir von dem Zustand der Hunde ein Bild zu machen, musste ich zuerst über eine schiefstehende Palette klettern, dann über einen Zaun mit Stacheldraht oben drauf, um dann auf der anderen Seite auf einem Wassertank zu landen. Dort dann auf einen umgedrehten Eimer als Stufe, um endlich sicher und gesund auf dem Boden anzukommen. Diesen Teil des Films behalten wir zum Vorführen in geschlossenem Kreis für uns :o).

Zu unserem Erstaunen sahen wir wieder 6 unkastrierte Hündinnen. Es schien dass diese von einem Bekannten von Cemille waren. Er hat sie zu Cemille gebracht und im Tausch gegen das gewährte Obdach hilft er ihr mit der Versorgung von allen Hunden. An sich kein verkehrter Plan, wäre es nicht so, dass wir in Atakoy keine Welpen wollen. Glücklicherweise hat Murat, der mit uns mitgekommen war, zugesagt, die Hunde kommende Woche kastrieren zu wollen. Es war schwer in Atakoy zu sein; es ist wahrlich ein primitiver Auffang, aber vorläufig ist es nun mal das einzige „Zuhause“ für die Hunde. Was nun mit ihnen geschehen wird können wir nur raten.

Von Atakoy aus fuhren wir zum Waldtierheim. Jedes Mal wenn ich es sehe sieht es dort wieder besser aus. Mit einem neuen Management von bezahlten und freiwilligen Kräften ist es wirklich ein gutes Tierheim und dem SHKD wurde neues Leben „eingeblasen“.

 

Der Arzneikasten. Viele der Arzneien erkannten wir von Spenden wieder.

 

Unser erster Besuch galt natürlich Mutter Sandra und ihren Welpen. Am Ende unseres Besuches sollten sie mit uns in die Niederlande kommen. Die Welpen sind Teenager geworden und verrückt nach menschlicher Zuwendung.

Fabio, einer der Hunde vom Freundeprojekt, war gerade an einer Geschwulst am Bauch operiert worden. Glücklicherweise ist die Operation gut verlaufen. Wir haben viel gefilmt und fotografiert um all unseren Spendern ein besseres Bild von beiden Tierheim geben zu können.

Am Ende des Nachmittags sind wir mit einem von den Freiwilligen vom SHKD in den Wald von Eyup gegangen um Futter zu bringen. Wie wir bereits früher berichtet haben, setzen Mitarbeiter der Stadt Istanbul seit ein paar Monaten Hunde in den Wäldern um die Stadt herum aus.

 

Die Tiere sind dort verdammt Hungers zu sterben. Auf der Suche nach Essen kommen sie zum Schnellweg, der Platz wo der meiste Abfall liegt. Oder sie ziehen zu Häusern auf dem Land.

 

  

Bewohnern von abgelegenen Häusern werden Informationen über die Streunerhunde gegeben und die Freiwilligen trachten mit ihnen Absprachen zu machen, über das Füttern und Versorgen der Hunde.

Eine Anzahl Tierschützer versuchen den Tieren so oft wie möglich Futter zu bringen. Die Schätzung ist, dass so ungefähr 3000 Hunde in den Wäldern rund Istanbul zu überleben versuchen.

Nach einem schweren Tag waren wir abends gegen halb zehn zurück im Hotel, haben etwas gegessen und sind früh zu Bett gegangen.

Dienstag war wieder dazu ausersehen um Tourist zu spielen.

 

 

Istanbul, eine Stadt der Kontraste

 

Ganz los von den Tieren kommt man in Istanbul doch nie. Überall wo Du schaust siehst Du Streunerkatzen und –hunde. Sultan Ahmet, der alte Stadtteil mit den grossen touristischen Anziehungspunkten, hat alles getan ( lese: fanatisch vergiftet ) um von den Streunerhunden los zu kommen. Im Moment siehst Du dann auch nicht wirklich viel Hunde. Die Anzahl Katzen ist jedoch enorm ( in anderen Stadtteilen liegen die Verhältnisse wieder anders ). So lange der Mensch die Tiere in Ruhe lässt und genug zu trinken und essen zu finden ist, haben diese Tiere einfach ein prima Leben. Essen gibt es genug; aus Angst vor Bombenanschlägen sind alle Mülleimer in dieser Teilgemeinde weggeholt worden und der Abfall liegt einfach auf der Strasse. Der Abfall wird regelmässig eingesammelt und die Strassen gefegt, aber inzwischen haben die Streuner ihr Bäuchlein bereits gefüllt.

Wenn die türkische Bevölkerung die Streuner einfach noch ein paar Jahre akzeptieren würde und die Behörden in dieser Zeit neuter and release umsichtig und konsequent durchführt, dann kann die Population zurück gehen, ohne Tierleid zu verursachen.

Die Reaktion der Menschen auf Streuner ist sehr unterschiedlich. Katzen werden im allgemeinen akzeptiert und selbst auch gestreichelt. Hunde werden jedoch oft verjagt oder getreten. Menschen sind wirklich bange vor den Hunden und dies wird durch die Eltern auf die Kinder übertragen. Als ich versuchte einem Streunerhund etwas Wasser zu geben, schauten mich die Umstehenden wirklich an als ob ich verrückt geworden sein, aber wenn Du eine Katze streichelst, dann schaut niemand Dich fremd an.

Und überall wird gepicknickt.

Mittwoch sind wir um 3.15 h aufgestanden. Um so viel Hunde wie möglich mitnehmen zu können, sind mein Mann und ich mit verschiedenen Flügen zurückgeflogen. „Unser“ erstes Flugzeug ging um 7.45 h. Murat hatte ein schönes Oberhemd angezogen und Aftershave aufgelegt für seine Charme-Offensive bei der Schalterangestellten, die dafür sorgen sollte, dass mein Mann 3 Hunde mitnehmen konnte ins Flugzeug und nicht nur einen, für den bei der Reservierung bereits Zustimmung gegeben worden war. Wir waren fest entschlossen Mutter Sandra und all ihre 4 Welpen mit in die Niederlande zu nehmen. Unsere Erleichterung war gross als mein Mann und die 3 Hunde im Flugzeug sassen.

Während ich auf meinen Flug wartete, bin ich mit Freunden vom EHDKD frühstücken gegangen. Anschliessend hingen wir noch in den Dornen um ein Kätzchen zu fangen, das wir der guten Sorge von Murats Frau anvertraut haben.

Mein Mann wurde in Schiphol von Jeanneke van Resanito erwartet. Sie übernahm die Hunde und mein Mann brachte dann die demontierten Hundeboxen zu Alexandra ( eine Stewardess welche die Boxen wieder nach Istanbul bringt ). Danach begann für ihn das grosse Warten bis ich landen würde.

Für meinen Flug und die Unterhandlungen waren die Truppen wieder mobilisiert und auch die letzten 2 Hündchen konnten in die Niederlande; 1 ging in eine Pflegestelle und 1 türkische Schönheit haben wir mit nach Hause genommen, zur Ausbreitung unseres eigenen Rudels. Um 21.00 Uhr kamen wir müde aber glücklich zu Hause an.