Warning: call_user_func_array() expects parameter 1 to be a valid callback, no array or string given in /home3/linda/public_html/aktionstreunerhunde.nl/wp-includes/class-wp-hook.php on line 298
Sowohl Paypal als auch Online Schenken stellen Kosten für jede Spende in Rechnung. Manchmal ist es wirtschaftlicher wenn Sie Ihre Spende per Bank überweisen.
Online spenden mit PayPal

Newsbrief

Ihr Name (Pflichtfeld)

Ihre E-Mail-Adresse (Pflichtfeld)

Hunde suchen Freunde

Bank: ING Bank in Amsterdam IBAN:NL62INGB 0004011891 BIC / SWIFT-Code: INGBNL2A. Stichting ActieZwerfhonden Zonnemaire, Holland

Istanbul Avril 2008

Letztes Wochenende bin ich wieder in Istanbul gewesen; ein kurzer, heftiger Trip, Freitag hin, Sonntag zurück. Freitag um 8.00 bin ich zu Hause (Zeeland) weggefahren und um 10.00 auf Schiphol angekommen. Ich hatte drei Benches für das SHKD dabei und hoffte, daß diese einfach so mit durften. Keine falsche Hoffnung, der Verantwortliche hinter der Theke fragte mich ob die Benches für ActieZwerfhonden sind und auf mein JA durften sie ganz umsonst und für nichts mit! Ich war richtig stolz, daß der gute Mann einfach so unseren Namen nannte. Noch schnell ein Geschenk für Murat (Arzt SHKD) und seine Frau gekauft und eingestiegen. Ich saß neben zwei Türken. Eine wohnte schon so lange in den Niederlanden, daß sie schon viele türkische Wörter vergessen hatte und so sprachen diese zwei Türken holländisch. Es war also eine unterhaltsame Reise mit Erzählungen von spannenden Abenteuern. Angekommen in Istanbul war mein Koffer weg. Salami und Käse für einen Freiwilligen in Istanbul, Spezialverband für einen Anderen und 10 Schnelltests auf Leishmania, die zwischen 2-7 Grad aufbewahrt werden müssen, inklusieve. Panik war angesagt. In so einem Augenblick ist es lästig, wenn man kein Türkisch spricht. Zum Glück war mein Reisenachbar ein guter Übersetzer, auch sein Gepäck war verschwunden. Nach vielen Formalitäten und der Zusicherung das mein Gepäck um 22.00 ankomen würde, konnte ich endlich ohne meine Koffer durch den Zoll, wo Murat schon auf mich wartete. Wir sind nach Sefakoy (erst Atatkoy) gefahren. Überal am Weg haben wir Streuner gesehen und bei Sefakoy wurden es immer mehr. Die Gemeinde setzt Hunde in diesem Gebiet aus und Nilufer und Cemille versuchen von ihrem ohnehin schon eingeschränktem Futtervorrat auch noch etwas für diese Hund abzuzweigen, da sie sonst verhungern würden. Jedes Mal wenn Murat in Sefakoy ist, schaut er auch nach den Streunern. Dieses Mal schien einer Schwierigkeiten mit dem Laufen zu haben. Wir stiegen aus um ihn zu fangen und mitzunehmen zur Kliniek um ihn behandeln zu können, schafften es aber nicht den Hund einzufangen. Murat und Nilufer werden es weiter probieren. Die Pflegestelle ist echt erbärmlich. Hatten die Hunde in Atakoy zumindest noch Platz, ist es hier echt viel zu klein. Außerdem besteht der Boden aus Cement- und Betonresten und das Regenwasser läuft nicht ab. Um die Hundepfoten wenigstens halbwegs trocken zu halten wurden sehr viele hölzerne Paletten hingelegt aber da läuft es sich sehr schlecht drauf. Nach viel Nachfragen hat die Gemeinde endlich zugesichert um einige LKW´s mit Erde zu bringen. Mit Nilufer habe ich abgesprochen das sie auf Kosten von AZ einige Menschen in Dienst nehmen wird, die die Pflegestelle vergrößern werden. Eigentlich ist nämlich Platz genug aber es muß noch ein größeres Stück eingezäunt werden. Auch haben wir abgemacht das im Mai alle Hunde auf Kosten von AZ gegen Flöhe und Zecken behandelt werden. Dann sind wir zu Murats Praxis gegangen. Neben der Arbeit für das SHKD hat er noch eine Privatpraxis um sein Geld zu verdienen. In seiner Praxis werden auch streunende Katzen behandelt und versorgt. Ohhhh welche prächtigen Katzen waren dort, ich hätte sofort mindestens drei mitnehmen können. Aber da wir in Holland schon ein Problem mit streunenden Katzen haben, habe ich mich zusammengerissen; in absehbarer Zeit läuft mir sicher wieder eine holländische Katze über den Weg, die meine Hilfe braucht. Abends haben wir dann zuerst die 45 streunenden Katzen gefüttert, die Pinar jeden Tag versorgt. Sie hat von einem Bekannten ein altes Auto bekommen, das auf einem Parkplatz steht. Hier kann sie Futter lagern und wenn das Wetter schlecht ist, dreht sie die Fenster runter und können die Katzen dort Zuflucht suchen?. Dann sind wir in einem typisch türkischen Restaurang essen gegangen. Die Türken sind so herzlich und gastfreundlich und sie haben immer Angst das man nicht genug ißt?. Ich habe die herlichsten Sachen probiert und für Tage genug gegessen.

Dann noch am Flughafen angerufen aber leider war mein Gepäck immer noch nicht da. Man fühlt sich ganz schön dreckig wenn man keine saubere Kleidung, keine Zahnbürste und keinen eigenen Schlafanzug hat. Zum Glück hatten Murat und Pinar alles im Hause, sogar in meiner Größe? und hatte ich meine Medikamente im Handgepäck. Obwohl ich so gut versorgt worden bin, habe ich in dieser Nacht kaum ein Auge zugemacht. Nach einem drei Sterne Frühstück am nächsten Morgen, stöhnend daß ich absolut nichts mehr essen kann und außerdem noch satt war vom vorheringen Abend, sind wir wieder zu Murats Praxis gefahren. Zum Glück war mein Gepäck jetzt endlich angekommen! Zusammen mit Bilge vom EHDKD bin ich zum Flughafen gefahren um meinen Koffer abzuholen.

Dann sind wir zum Waldasiel gefahren. Ich wollte noch neue Hunde für das Freundschaftsprojekt aussuchen, gucken wie die Hunde so waren, die ich auf dem Rückflug mitnehmen wollte und ein paar neue Hunde aussuchen, die eventuell durch die Stiftung Resanito in den Niederlanden vermittelt werden sollen. Luka aus Gülsüyu scheint ein total lieber und netter Hund zu sein. Schade das sie nicht in Gülsüyu bleiben konnte aber via Resanito wird sie sicher schnell ihr eigenes Zuhause in den Niederlanden kriegen.

gucken wie die Hunde so waren, die ich auf dem Rückflug mitnehmen wollte und ein paar neue Hunde aussuchen, die eventuell durch die Stiftung Resanito in den Niederlanden vermittelt werden sollen. Luka aus Gülsüyu scheint ein total lieber und netter Hund zu sein. Schade das sie nicht in Gülsüyu bleiben konnte aber via Resanito wird sie sicher schnell ihr eigenes Zuhause in den Niederlanden kriegen.

So viele liebe, tolle Hunde waren dort! Ich bin von oben bis unten abgelekt worden und beinahe umgeworfen durch eine Horde freudiger Hunde. Ich habe auch Recep getroffen. Vielleicht erinnern Sie sich noch an den Aufruf um Babysachen für sein Kind zu sammeln. Er hat sich sehr herzlich bei mir bedankt (natürlich geht der Dank auch an die Spender) und zeigte mir voller Stolz ein Foto von seinem Baby. Dann sind wir zur Moskee gefahren. Der Vater von Melek, einem Freiwilligen, war gestorben und wurde begraben. Ein islamisches Begräbnis ist anders als wir es gewöhnt sind. Moslems sehen den Tod als einen Teil des Lebens und so ist auch ein Begräbnis ein Teil des täglichen Lebens. Man ist nicht so wie hier extra angezogen und jeder kann hingehen. Der Dienst selber ist eigentlich reine Männersache; es wird gebetet und man stellt sich an den Sarg. Die Frauen stehen etwas abseits und nehmen kaum Teil am Gebet. Nach einem kurzen Dienst wird der Sarg auf den Friedhof gebracht. Am Abend treffen sich die engsten Familienmitglieder noch im Hause des Verstorbenen. Man macht eine Art von Brei der sehr lange gerührt werden muß. Das machen alle Gäste zusammen. Dann wird er ein wenig von dem Brei zu den Nachbarn gebracht. Lale vom EHDKD war auch auf dem Begräbnis und nach dem Dienst sind wir zu dritt (Bilge, Lale und ich) weggegangen um miteinander zu reden, zu überlegen und wieder zu reden. Bis ein Uhr nachts. Müde aber zufrieden bin ich in mein Bett gefallen und habe die ganze Nacht tief und fest geschlafen. Um 9.00 morgens wieder ein drei Sterne Frühstück bekommen und um 10.00 zum Asiel gefahren um die fünf Hunde abzuholen, die mit nach Holland fliegen sollten. Vier im Transportraum, einer als Handgepäck und dann noch 25 Blutproben die alle in ein deutsches Labor müssen um den Rabiestiter zu bestimmen (Hunde, die aus der Türkei in ein EU Land eingeführt werden, müssen eine Bestätigung haben, daß sie genug Antikörper gegen Tollwut haben). Einmal in der Luft offenbarte sich für mich eine neue Welt. Im Flugzeug konnte jeder Passagier auf einem eigenem Bildschirm sehen, was der Pilot aus dem Cockpit sah. Doch eine besondere Erfahrung. Nach einem guten Flug kam ich um 17.00 auf Schiphol an. Alle Hunde waren gut angekommen und Jeanneke von Resanito und Frauke von einer deutschen Organisation warteten schon auf mich. Einer der Hunde für Resanito war Zeyna (siehe auch Hunde suchen Freunde, gehandikapte Hunde). Mit großem Dank an Resanito ist Zeyna sofort am Dienstag durch einen Orthopäden operiert worden und wird sie in Kürze ein ganz gesunder, glücklicher Hund sein! Schließlich war ich um 21.30 wieder zurück in meinem „zeeuwschen“ Häusschen. Fotos kann ich leider keine zeigen, da meine Kamera im verlorengegangen Gepäck war.