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Hunde suchen Freunde

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Korrespondentin Fidan Ekiz

“Die Strassen von Istanbul sind gefüllt mit toten Streunerhunden”

(Bericht von unserer Korrespondentin Fidan Ekiz) Istanbul (GPD)

Sie werden vergiftet, gejagt, mit Drogen vollge”pumpt” und totgefahren. Schätzungen zufolge beträgt die Anzahl der Streunerhunde in der Türkei 300.000 und mit dem Namen “Metropole Istanbul” wächst das Problem der Strassenhunde.

In kleinem Abstand schaut eine Gruppe Kinder zu einem Schäferhund der in der Mitte der Straße steht, er hat Schaum vor dem Mund, er kann kaum atmen, seine Zunge hängt seitlich heraus, seine Augen fast geschlossen. “Wird er sterben?” flüstern die Kinder.

Einige Sekunden später hält ein grauer Bus. Vier Männer steigen aus. “Alles ist gut. Wir sind von der Gemeine. Dieses Bist ist krank, wir bringen ihn zum Gemeindetierheim” ruft einer den Umstehenden zu. Ein anderer Mann protestiert, er weiß, dass dieses Tierheim nur noch mehr Qualen für diesen Schäferhund bedeuten.

Istanbul hat im Augenblick 33 Bezirkstierheime. Diese sind überbevölkert und die Tiere erhalten, falls überhaupt, ein Minimum an Pflege. Selbst ein gesunder Hund hat Probleme diese Tierheime zu überleben. Welpen, die in diesen Tierheimen geboren werden haben ihr Todesurteil schon vor der Geburt ausgesprochen bekommen und spätestens nach zehn Tagen nach ihrer Geburt sind sie gestorben.

Die Straßenhunde sind nicht beliebt. Es wird mit ihnen Dreck, Krankheit etc. verbunden.

Die Türkei in diesem Jahr (2004) ein Tierschutzgesetz erlassen, welche aussagt, dass die Hunde zu kastrieren und in einer Unterkunft untergebracht werden müssen.

“Das Gesetz existiert schon, es wird jedoch nicht befolgt” sagt Banu Erduder, die sich seit 1983 für die Straßenhunde in Istanbul einsetzt. Die Gemeinden/Bezirke sind eigentlich verpflichtet, die Hunde zu kastrieren und an den jeweiligen Ort zurückzubringen. Aber dies geschicht nicht. Sie werden eingefangen, ins Bezirkstierheim gebracht und den Aufenthalt dort können sie auf Grund der schlechten Versorgung nicht überlebe. Sie werden also grausam umgebracht, indem man sie einfach verhungern lässt.

In einigen Gemeinden gehen die Tierfänger etc. rund und legen mit Gift gefüllte Hackfleischbällchen aus. Am nächsten Tag sind die Straßen voll mit elendig eingegangenen Hunden. Sie liegen alle tot am Straßenrand. Man sieht ihnen den Todeskampf an. Jedoch sieht man nun auch häufiger Männer, die Hunde einfangen und die ins Bezirks”Tierheim” gebracht werden. Was die meisten nicht wissen, die angeblichen Betäubungsgewehre sind keine Betäubungsgewehre sondern die Spritzen enthalten ein tötliches Gift.

Banu Erguder in Istanbul und “Aktion Streuner Hunde”-in Rotterdam sowie zwei weitere türkische Frauen setzen sich für die Straßenhunde in der Istanbul ein. Cemile und Nilufer leben schon seit Jahren mit inzwischen über 300 Hunden auf einem Grundstück in der Nähe von Atakoy. Es ist schon abend, wenn Nilufer noch immer arbeitet. Das Grundstück, auf dem die Hunde leben, ist kaum beleuchtet und der Zaun schon verrottet. Der Lärm der vielen Hunde ist so laut – man kann es sich nicht vorstellen – jedoch Nilufer macht das nichts. Ohne jegliche Steifheit steigt die 52-jährige Frau über den Zaun und freut sich: “Heuten hatten wir Glück. Ein Restaurant hat heute 50 Kilo Huhn und Knochen gebracht.” Sie ist sehr froh darüber, denn am nächsten morgen steht wieder die Frage vor ihr: “Was füttere ich heute den über 300 Hunden?” Alle ihre 300 Hunde, die sie vor jeder Attacke der Gemeinde schützt sind kastriert. Um die medizinischen Kosten zu decken rechnet sie immer fest mit einigen Tierliebhabern. Elektrizität oder eventuell fließendes Wasser gibt es auf diesem Grundstück nicht. “Die Tiere sind für mich alles, aber, manchmal erlebe ich auch Momente der Verzweiflung. Wir beten und beten und es ist ein Gebet ohne Ende” sagt Nilufer. Nilufer und Cemile haben Angst die Hunde wieder in die Freiheit zu entlassen so lange die Gemeinde nicht sicher ist. Und doch gibt es viele Lösungen. Die Stadt Fethiye versucht eine mobile Klinik entstehen zu lassen und so könnte das Streunerhundproblem in 3-5 Jahren gelöst sein. “Der überwiegende Teil der türkischen Bevölkerung hat Angst vor den Hunden und finden sie dreckig” – so Nilufer. “Ihre Angst bezieht sich auf die Tollwut, was aber nicht gerechtfertigt ist. Die Tollwut ist massiv zurückgegangen und wäre die Bevölkerung besser aufgeklärt, so könnten die Tierschutzorganisationen ihre Arbeit tun und die Tiere weiter impfen, kastrieren und wieder impfen. Solange dies jedoch nicht der Fall ist, solange lasse ich die Tiere nicht im Stich. Ich versorge meine Hunde bis zum letzten Tag”, so Nilufer.