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Newsbrief

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Hunde suchen Freunde

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Sutculer 2009

In dem Weiler Sutculer, einem Bergdörfchen so 30 km von Izmir, traf unsere Freiwillige Aleyda so 25 unkastrierte und stark verwahrloste Hunde und eine Anzahl Katzen an.

Aleyda kann die Hunde nicht vergessen und fragte mich, ob ActieZwerfhon-den keine Möglichkeit sähe die Hunde auf jeden Fall zu kastrieren und ihre eventuellen Krankheiten zu behandeln. Als Ausgangsbasis kann das Haus ihres Onkels dienen, der in der Gegend wohnt. .

Nach Überlegung hat der Vorstand beschlossen die Herausforderung anzu-nehmen, um so mehr als er davon ausgeht, dass die Dorfgemeinschaft sich für die Hunde verantwortlich fühlen wird.

Im Moment wird untersucht, ob von den ansässigen Tierärzten Gebrauch gemacht wird, oder ob vielleicht ein oder mehrere erfahrene Tierärzte von anderswo kommen müssen.

Der nächste Schritt wird sein auf Pa-pier das Fangen der Tiere zu planen. Anschließend werden vor- und nach-operative Einrichtungen geschaffen, sowie Freiwillige für die Versorgung der Tiere gesucht werden müssen.

Wenn dies alles so gut wie möglich vorbereitet ist planen wir ein Datum ein. So wie immer sind Ihre Spenden mehr als willkommen; geben Sie aber bitte „Sutculer“ an. Sollte diese Aktion dann aus diesem oder jenem Grund nicht durchgeführt werden können, erhalten Sie Ihre Spende zurück überwiesen.

10 september 2009

Die Pläne beginnen Form anzunehmen.

Ein Tierarzt und Assistent vom SHKD werden die Kastrationen durchführen.

Der Onkel unserer Freiwilligen Aleyda hat seinen Garten ( kann überdeckt werden ) und Schuppen ( kann beheizt werden ) zur Verfügung gestellt für Vor- und Nachsorge der Operation und Aleyda hat eine Anzahl Freiwillige gefunden, die beim Fangen der Hunde helfen wollen. Die meisten sind so zu packen und für die sehr scheuen suchen wir noch eine Lösung.

Der Tierarzt wird selbst die Apparatur mitbringen und es soll in einem Raum des Hauses vom Onkel operiert werden.

Neben den Kastrationskosten kommen auch die Impfkosten gegen Tollwut, Entwurmung und eine Antizeckenbehandelung auf Rechnung von AZ. Gleichzeitig wird der Verein dafür sorgen, dass ausreichend Futter für die ersten paar Tage vorhanden ist.

Der Tierarzt wird auch Informationsmaterial mitnehmen und versuchen die Bevölkerung mehr mit einzubeziehen in das Wohlsein der Tiere.

Die ganze Operation wird Ende Oktober / Beginn November stattfinden.

Aleyda wird dann selbst auch nach Sutculer gehen um mitzuarbeiten und das ein oder andere organisieren.

Schrieb ich Ihnen im Newsbrief noch dass für Sutculer gespendete Beträge zurück überwiesen werden würden, sollte die Aktion nicht durchgehen, kann ich heute doch mit 95% Sicherheit sagen, dass AZ es einfach schaffen wird!

 

Zum Glück gibt es auch noch etwas positives zu berichten.

Die Organisation der Sterilisationskampagne für Sutculer macht Fortschritte.

Unterdach, ein Tierarzt und ein Hundefänger sind schon geregelt und auch Freiwillige für die Versorgung der Hunde.

Der Bürgermeister ist schon informiert und es werden im Dorf Flyer verteilt, so dass auch die Einwohner Bescheid wissen und eventuell auch ihre “Haustiere”

zur Sterilisation brinngen können.

Und auch nicht unwichtig; die ersten Spenden sind angekommen.

26 oktober

Wie du weißt, hat die Municipality uns geschlagen. Hunde wurden aufgegriffen, aber es wurde auch vergiftetes Fleisch ausgelegt. Auf einige Hunde wurde eingetreten, und sie sind eines sehr schmerzhaften Todes gestorben. Dennoch sind einige Hunde schlauer als man meint und haben sich versteckt gehalten.

Einige Hunde- und Katzenbesitzer haben angegeben, dass sie ihr Tier sterilisieren/kastrieren lassen wollen; unsere Tage werden also ausgefüllt sein.

Ich war bei Menschen zuhause, die vier Hunde haben. Die Hunde waren gut genährt, bedürfen aber medizinischer Versorgung. Wir merken, dass die Leute sehr dankbar sind, wenn wir sie über medizinische Versorgung informieren und die Tiere gegen Flöhe behandeln und entwurmen.

Ich möchte vorschlagen, um die Hunde, die einen Besitzer haben, auch zu impfen (Parvo und Tollwut (Anm. Linda: dies wird geschehen)).

Selbst habe ich gestern ein Pferd versorgt. Habe jetzt eine Wurmkur beim Tierarzt in Izmir bestellt. Ich bin noch auf der Suche nach einem Hufschmied, und wenn er da gewesen ist, ist das Pferd wieder völlig in Ordnung. Ich kriege es nicht fertig, dem Pferd nicht zu helfen, nur weil es kein Hund ist. Die Kühe werde ich mir bei meinem nächsten Besuch an diese Adresse anschauen.

Zum Glück weiß ich mehr über Pferde und Kühe als über die Hunde.

Der Muthar (Dorfälteste) hat unserem Besuch zugestimmt und hat den Dorfbewohnern mitgeteilt, dass sie mit ihren Tieren vorbei kommen können und dass die Straßenhunde auch kastriert und geimpft werden.

Es gibt ein großes Problem… dem blonden Hund, der zusammen mit mir auf dem Foto auf der Website steht, geht es sehr schlecht. Die Hündin hat einen Wurf Welpen gehabt, und die Welpen wurden in einen Sack gesteckt und lebendig begraben. Die Horrorgeschichten kommen jetzt zum Vorschein.

Dieser Hund wird den Winter nicht überleben. Sie hat beinahe kein Fell mehr, und es geht ihr sehr schlecht, aber sie ist doch noch so freundlich zu uns. Sie steht oben auf der Liste, um geholfen zu werden. Ich möchte so gern, dass sie in das SHKD Tierheim umziehen kann, weil sie wirklich Zeit braucht, um von der Räude usw. zu gesunden.

Mein Mann und ich möchten die Sorge für sie auf uns nehmen und die Kosten tragen und ihr dann ein Zuhause anbieten. Ist das möglich? (Anm. Linda: ist inzwischen geregelt).

Dann gibt es noch eine Katze, die auch extra Versorgung braucht. Ja, es ist die Katze unter dem Auto, von dem du auch ein Foto bekommen hast. Sie sieht so schrecklich aus. Vielleicht kann sie auch mit zur SHKD und danach in die Niederlande. Die zwei sind schlimme Fälle; den übrigen Tieren geht es eigentlich ziemlich gut, und die werden mit der richtigen Versorgung überleben. Nur diese beiden nicht.

Wir werden an sich gut aufgenommen, und die Leute stehen offen für Hilfe, was Impfungen und Entflöhen usw. betrifft. Sterilisieren ist noch etwas zuviel für sie, aber wir bemühen uns, ihnen so gut es geht zu helfen und sie zu informieren.

Grüße aus Sutculer

aleyda en ayhan

29 Oktober schrieb Aleyda:

Was ich heute wieder erlebt habe ist wirklich nicht mehr schön. Tag für Tag füttere ich die Streuner um ihr Vertrauen zu gewinnen, so dass der Hundefänger es nachher einfacher hat.

Heute wurden meine eingehaltenen Futterzeiten belohnt.

Ein Rüde, ich schätze so ungefähr neun monate alt, kam in meine Richtung gekrochen und ich konnte ihn anfassen. Er hat wohl gepinkelt aber das macht ja nichts, ich war so froh, dass er überhaupt so dicht bei mir kam.

Er ist immer zusammen mit einer Hündin, ich denke selbes Alter und vermutlich trächtig. Auch sie kam so nah, dass ich sie beinahe anfassen konnte.

Ich hab sie eigentlich ein wenig links liegen lassen, so dass sie schliesslich doch neben mir stand um zu essen. Ich habe ein paar Tage dafür gebraucht um sie so nah ans Haus zu kriegen aber schliesslich ist es mit doch gelungen. Später am Abend lagen sie zusammen zwischen den Bäumen und schliefen während ich mit dem blonden Hund von dem Foto auf der Website am spielen war.

Ich wollte gerade ins Haus gehen als sie begonn zu bellen und ich jemanden auf türkisch schreien hörte, Schnauze halten.

Ich fühlte gleich das Ärger im Anzug war und bin ins Haus gegangen um Ayhan zu holen.

Ich weiss nicht warum aber ich dachte gleich, die tun ihr was an.

Also sind mein Mann und ich zum Zaun gegangen und haben den Hund in unserer Nähe gehalten, ich guckte zwischen die Bäume und da lagen die anderen Hunde ruhig.

Der Rüde stand auf und bellte ein Mal und schon flog ein Stein durch die Bäume, in Richtung der zwei Hunde, und traf die Hündin. Sie rannte jaulend weg.

Wir rannten zu den Jungen und die sagten nur, entschuldigung entschuldigung. Mein Mann mal wieder eine ganze Predikt gehalten und dann sagte der eine Junge, dass der Hund ihn angefallen hat. Unsinn, sagte mein Mann, ich stehe doch auch hier und mir tut er doch auch nichts.

Er bellte doch nur um zu warnen, er beschützt seine Frau.

Der Junge suchte nur eine Entschuldigung um den Stein zu schmeissen, weil er das von vornherein so geplant hatte.

Meine ganze Arbeit mit den Hunden ist jetzt zunichte gemacht durch den Jungen. Ich bin so böse.

Doch hatte ich ein komisches Gefühl und wollte nicht ins Haus gehen. Ich hatte Angst, dass sie dem blonden Hund auch noch etwas tun wollten.

Und ja, eine Stunde später, als sie dachten dass wir nicht mehr draussen waren, kamen sie angerannt. Ich lief gleich zum Zaun, wo der blonde Hund zwischen den Maisblättern lag und schlief.

Die Jungen erschreckten sich und ich hörte ein plof und dann liefen sie weiter. Ich suchte rum und fand wieder einen Stein.

Die Schufte wollte sie also auch mit Steinen beschmeissen. Ich bin den Jungens gefolgt um zu sehen wo sie hingingen aber die blieben mir zu viel in der Nähe rumhängen, also habe ich den Hund mit auf den Innenplatz genommen.

Die Familie war nicht erfreut darüber, weil sie so fürchterlich kratzt aber ich wusste keinen anderen Ausweg. Also habe ich den grössten Reisekäfig ohne Deckel gepackt und habe sie da rein gelassen und in eine Ecke gesetzt.

Auf jeden Fall ist sie nun in Sicherheit. Morgen noch einmal nach dem Rüden und der Hündin suchen und gucken ob ich ihr Vertrauen wieder gewinnen kann. Aber ich glaub nicht dran.

Hallo Linda,

Endlich wieder einige gute Neuigkeiten von dieser Seite.

Die zwei jungen Hunde sind zurück gekommen und als der Rüde mich ankommen sah mit dem Auto, war er ganz froh.

Er ließ sich gerne schmusen und lag irgendwann platt auf dem Boden und halb auf seinem Rücken.

Dieser Rüde wird wohl einmal sehr gross werden; er hat noch viel Platz in seinem Fell und hat ein paar Pfoten, wo Du “Sie” zu sagst.

Also ja, dies wird ein grosser Bär. Ich zweifel nun doch ein bisschen bei seinem Alter. Ich schätzte ihn auf 9 Monate, aber denke doch dass er wohl jünger ist, vielleicht so 5 – 6 Monate.

Aber was für ein schöner Hund er doch ist.

Das Weibchen blieb mir gegenüber abwartend; sie kommt nicht zu mir. So gut ich konnte habe ich sie angeschaut, aber habe keine Wunden von dem Stein gesehen.

Sie ist nur entsetzlich mager.

Ich bleibe an ihr dran und hoffe, dass sie doch am Sonntag so weit ist dass sie zu mir kommt, sodaß ich sie packen kann.

Auch zur Kontrolle beim Pferd gewesen und die Wunden heilen wirklich prächtig.

Der Besitzer hat neues Zaumzeug gekauft, aber hatte wirklich keine Idee wie er es anlegen musste.

Großartig daß sie dann zu mir kommen und fragen ob ich ihnen helfen werde und zeigen, wie es benutzt wird.

Der Mann liebt seine Tiere wirklich, allein auf medizinischem Gebiet ist er etwas rückständig geblieben.

Aber ich habe in den vergangenen Tagen wirklich viele Veränderungen gesehen hinsichtlich der Tiere und er tut wirklich seine Bestes.

Dies tut mir wahrlich gut.

Das gehört auch dazu finde ich.

Noch ein gutes Vorbild ist, daß die Nachbarin nun auch Essen an den Weg wirft für die Strassenhunde.

Wieder etwas Positives dachte ich so bei mir.

Die Nichten meines Mannes haben sich als richtige Katzenmütter entpuppt..

Sitzen dann draussen mit ein paar Kätzchen in ihren Westen versteckt, so schön dies zu sehen.

Ich hänsele sie dann schon mal und sage, dass sie die Kätzchen noch zu Tode knuddeln. Haha.

Persönlich finde ich es wirklich sehr gut, dass sie so mit den Tieren beschäftigt sind, so sind sie mehr offen dafür.

Auch habe ich die Filmchen von Actiezwerfhonden und Ghost of the city in türkisch gezeigt. Diese hatte ich auf dem Laptop und sie kamen gut zustatten.

Fand mich geradezu brillant hiermit.

Minuspunkt ist, dass die übrigen Strassenhunde stets weiter weg ziehen.

Grüsse

Aleyda und Ayhan in Sutculer

3 november 2009

Beste Linda,

Hier eine Mail von mir:

Die Aufklärungsbüchlein sowie ein Karton voller T-Shirts der SHKD sind in der Schule einer Kusine von mir verteilt worden. Heute Morgen sind wir sehr früh aufgestanden und haben in Bornova angefangen. Ich weiß nicht, was du davon hältst, aber es waren tatsächliche viele Hunde in Bornova, nur waren diese alle schon von der Stadtverwaltung kastriert und sterilisiert und wieder frei gelassen.

Nun denke ich, dass das positiv ist, da man in Bornova also wirklich mitarbeitet und auch Ohren für dasjenige hat, was in der Welt über das Tierelend in der Türkei besprochen wird. Zeki, Omer und Necdet waren sehr zufrieden, auch weil die Hunde wirklich gesund und gut genährt aussahen.

Die Leute verstehen nur nicht, dass die Hunde, wenn sie gemerkt sind, kastriert und sterilisiert sind. Sogar Katzen waren gemerkt, um zu zeigen, dass sie kastriert waren. Ich weiß auch, dass negative Berichten per Email kommen, aber in Bornova tun sie wirklich ihr Bestes, um es richtig zu machen.

Ich habe Aleyda jetzt ins Bett gesteckt, denn sie ist schon seit drei Tagen mit Fieber und Grippe für die Streunerhunde tätig. Heute Morgen konnte sie kaum aufstehen, und als ich sagte, dass sie im Bett bleiben soll, wollte sie nichts davon hören. Die Tiere gehen vor, und sie wollte, das wir an die Arbeit gingen, trotzige Frau.

Necdet sagte, wir hätten vielleicht besser in Sutculer bleiben können, aber das ist immer hinterher. Wir haben wirklich zwei ganz gute Tage gehabt und 12 Hündinnen und einen Rüden und eine Katze sterilisiert und kastriert. Gute 35 Hunde geimpft, aber ich weiß es nicht mit Sicherheit, es können auch mehr sein. Aleyda muss die Hunde auf dem Foto zählen, um die definitive Zahl fest zu stellen. Sie haben den Hund meines Freundes auch geimpft, das fand ich echt gut, weil er uns sehr gut geholfen hat, indem er sein Gelände zur Verfügung stellte, einen Platz für die Hündinnen aus Sutculer vollständig einzäunte und sie versorgte.

Heute Mittag will Aleyda zurück nach Sutculer, um alle sterilisierten Hündinnen von Eigentümern zu kontrollieren und die Streunerhunde zu füttern und die Fressschüsseln hin zu stellen, wo Leute ihre Essensreste rein tun können, sodass die Streunerhunde auch zu fressen bekommen. Sie will auch noch mit dem Muthar und dem Imam über die Arbeit von Aktion Streunerhunde reden und Kontakte knüpfen.

Omer hat ihr noch Medikamente für die Katze gegeben, er weiß, dass sie ausreichend qualifiziert ist, um die richtige Dosierung zu geben und ein zu bringen. Ich hoffe, dass sie unsere Zusammenarbeit genau so genossen haben wie wir.

Ein enormes Erlebnis und sehr viel gelernt, ich kann kaum das nächste Projekt abwarten, Linda. Das hat mir sehr gut getan, aber auch meine Frau ist hier am richtigen Platz.

Danke für dein Vertrauen in uns, hiervon ein gelungenes Projekt zu machen.

Met Vr Groet

Ayhan Dizkara

4 november 2009

Hoi Linda,

Gestern waren wir bei den Hunden in Sutculer. Es geht ihnen allen gut. Wir haben die Fressnäpfe gefüllt und eine Runde durchs Dorf gemacht, und was ich dort sah, war unvorstellbar. Es liefen wieder Straßenhunde herum, die Straßenhunde die ich schon früher im Dorf gesehen und gefüttert hatte. Deshalb fragte ich Ayhan: „Warum sind diese Hunde nicht zur Sterilisation mitgenommen?“

Mein Mann antwortete, dass laut Zeki diese Hunde Besitzer haben? Worauf ich fragte: „Wie weiß er das denn?“ – „Ja, weil sie besser aussehen“, sagt mein Mann. Tut mir Leid, aber da musste ich doch wirklich laut lachen, ich sagte: „Und dieser Schäferhund dann, den ihr mitgebracht habt, der sieht zehn mal besser aus, und die andere wilde Hündin, die so beißt, die war schlicht und einfach fett“. Es liefen dort sicher noch 7 Hunde, die m.E. Straßenhunde waren. Ich sagte: „Gut dass es eine Fortsetzung der Sterilisationsrunde gibt“. – „Ja“, sagte mein Mann, „Aber du bist dir doch nicht sicher, dass es Straßenhunde sind?“ – Ich sagte: „Das Problem löse ich auf der Stelle“. Wir sind zum Muthar gegangen, und bevor ich etwas sagen kann, dankt er uns für alles, was wir für die Menschen getan haben. In dem Gespräch habe ich dem Muthar erzählt, wofür Aktion Streunerhunde steht und warum und in was sie glauben. Der Muthar schien dies einigermaßen zu verstehen, aber man darf nicht vergessen, dass die Einwohner dieses Dorfes aus der Osttürkei kommen und ein großer Teil aus Ezurum. In Ezurum findet man Tiere völlig unwichtig, und das schlimmste Tierleid kommt in diesem Gebiet vor.

Wir haben besprochen, wann wir zurück kommen, um die restlichen und eventuelle neue Straßenhunde zu sterilisieren und eventuelle Hunde von Besitzern, die inzwischen ihre Meinung geändert haben und, im Gegensatz zu jetzt, unsere Hilfe dann wohl akzeptieren wollen. April erscheint uns der beste Monat, weil dann die Welpen, die jetzt geboren sind, wenn sie noch leben, auch alt genug für die Operation sind.

Außerdem habe ich den Muthar gebeten, einen Monat bevor wir wieder kommen, Aufmerksamkeit für unser Kommen und die Sterilisationscampagne zu fragen. Ayhan kann ihn dabei per Email und telefonisch begleiten.

Auch habe ich angegeben, dass jeder Hund, der auf der Straße läuft, gefangen und sterilisiert oder kastriert wird. Wenn dort Hunde herum laufen, die einen Besitzer haben, so kann der sie von der Straße halten. Tut er das nicht, gehört der Hund uns. Der Imam war damit einverstanden, und auch der Muthar fand diesen Vorschlag deutlich. Sollte jemand seinen Hund nicht bei sich behalten können, aber auch nicht wollen, dass er kastriert wird, dann kann diese Person das dem Muthar mitteilen und mit uns mitkommen, wenn wir die Hunde fangen.

Auch über Aufklärung der älteren Dorfbewohner wurde gesprochen, in der Hoffnung, dass sie ihre Hunde doch noch kastrieren lassen. Außerdem werden wir Kontakt mit der Schule in Sutculer aufnehmen und die Stadtverwaltung um ihr Einverständnis bitten, dass Murat sein Aufklärungsprogramm über verantwortungsvolle Haustierhaltung und den Umgang mit Streunerhunden geben kann.

Und zuletzt haben wir über Zwinger und Dächer für die Hunde gesprochen, wo sie sich unterstellen können. Das wird nicht so schnell realisiert sein, aber im Prinzip standen sie dem Vorschlag nicht negativ gegenüber. Im Dorf gibt es einen Schweißer, der schon mal so was gemacht hat, nicht für die Hunde, aber die machen wohl Gebrauch davon. Vielleicht will dieser Mann uns helfen.

Es war ein erfolgreiches Projekt, aber wir sind noch nicht fertig, wir fangen erst an, aber ich bin zuversichtlich, und es sieht schon viel positiver aus. Nun weiß ich natürlich nur allzu gut, dass Dinge sich ändern können, wenn wir wieder weg sind, aber ich bin zuversichtlich.

Meine Cousinen/Nichten zählen die eventuellen neuen Hunde, Würfe und Straßenhunde. Mein Mann schlug vor, um selbst im März noch mal zurück zu gehen und selbst zu schauen und zu zählen und den Muthar noch mal kurz „wach zu rütteln“.

Was meinst du von April?

(Anm. Linda: das machen wir natürlich!)

Alles Liebe

aleyda

25 november 2009

Den Streunern in Sutculer geht es gut.

Sie bekommen jetzt zwei Mal am Tag zu essen.

Es sind zwei neue, magere Hunde dazu gekommen; die ersten Klienten für die Sterilisationskampagne im April.

Möchten Sie die Hunde unterstützen, durch einen Beitrag an den Futterkosten oder für die bevorstehende Sterilisationskampagne, dann melden Sie sich als Freund in Sutculer an.

30 november 2009

Es ist um mutlos davon zu werden, aber wir halten durch!!

Hatte die Gemeinde Sutculer als Reaktion auf meine Ankündigung unserer Kastrationskampagne dort ihr bestes getan, um vor unserem Kommen so viele Hunde wie möglich zu töten, bekam ich nun einen knappen Monat nach unserer Kampagne Bericht darüber, dass es so aussieht als hätten sie einen zweiten Versuch unternommen.

Ich gehe davon aus dass – genau wie beim ersten Mal – die Mehrzahl der Hunde einfach geflüchtet und nicht getötet ist, aber wirklich froh wird ein Mensch da nicht von.

Ein Nest Welpen, welches irgendwo gefunden wurde ( ja, wem sind sie mit heiler Haut entkommen?), wurde vor die Tür der Moschee geschmissen.

Die zweite Dezemberwoche wird eine unserer Freiwilligen selbst nach Sutculer gehen um sich über die Lage dort ein Bild zu machen.

December 2009

Aleyda und Ayhan sind am 16. Dezember wieder in Sutculer gewesen um nachzusehen ob die sterilisierten Hunde dort wirklich getötet oder durch die Gemeinde abtransportiert worden sind.

Sie hatten ein gutes Gespräch mit dem Muhtar, der ihnen gleich sagte, dass die Hunde weder getötet noch weggebracht worden sind.

Und seine Geschiche stimmte, denn später am Tage haben Aleyda und Ayhan die Hunde gesehen und sie sahen gut genährt aus. Unser Futterplan funktioniert also!

Es ist beschlossen worden, um die Sterilisationskampagne grossräumiger anzulegen. Da die Hunde von Dorf zu Dorf ziehen, müssen auch die Hunde in den umliegenden Dörfern sterilisiert werden.

Man hat den Muhtar des Dorfes gebeten um sich darum zu kümmern und zusammen mit den Muhtars der umliegenden Dörfer dafür zu sorgen, dass genug Stellen vorhanden sind, an denen sterilisiert werden kann.

Es gibt einige neue Hunde die ihr Heil in Sutculer gesucht haben.

 Bilder