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21/5 EU und Strassen Tiere

Gibt es neue Hoffnung für Millionen Straßentiere in der EU?

Unser Mitarbeiter Hans Joachim Richter berichtet aus Brüssel.

Am 24.04.2012 bin ich in Brüssel gewesen, um unsere von der EU für gültig erklärte

 

PETITION 1274/2011

 

vor dem Petitionsausschuss und

der EU Kommission zu erläutern. Bevor ich unsere

Petition

 

1274/2011

 

(Europaweites Tierschutzgesetz) vorgetragen

habe, bin ich für Kendra Pinder (Petition 595/2011)

eingesprungen und habe, auf Bitte von Carmen Arsene

(Rumänischer Tierschutz), die Rede zur Petition 595/2011

(Straßentiere in Rumänien) auf Englisch gehalten.

Am Ende der Petenten-Vorträge ist der Vertreter der EU

Kommission zu Wort gekommen, der anmerkte, das sei nicht

Sache der EU, weil darüber keine Verträge mit den Mitgliedsländern bestehen würden. Leider die

übliche Antwort auf diverse Anfragen hinsichtlich der Streuner.

Danach haben die Mitglieder des Petitionsausschusses das Wort ergriffen, wobei sich besonders

positiv MEP Hr. Victor

Boştinaru aus Rumänien und MEP Hr. Dr. Peter Jahr hervorgetan und die

Petitionen ohne Wenn und Aber unterstützt haben.

Der

Link zur Sitzung.

Alternativ Link

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das Plug-In

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MEP Hr.

Boştinaru hat die gezeigten Bilder von den Tier-Massakern mit Bildern aus Dachau,

Ausschwitz und Treblinka verglichen. MEP Hr. Dr. Jahr hat ganz klar gesagt, dass man nicht lange

darüber diskutieren, sondern handeln muss, um diese Massaker, die in einem modernen Europa

nicht vermittelbar sind, zu beenden. Die Länder dürften schließlich nicht machen, was sie wollen.

Aber auch MEP Hr. Zanoni hat sich für die Petitionen ausgesprochen, er betonte noch einmal, dass

es aus der Menge der Petitionen zum Thema Tierschutz ersichtlich ist, das eine Vielzahl von Bürgern

ein europaweites Tierschutzgesetz fordert.

Zu Wort gemeldet hat sich auch noch Fr. Elena

Băsescu von der rumänischen PDL. Sie ging auf die

schrecklichen Bilder ein, und verwies darauf, dass vor 14 Tagen in Rumänien ein genauso

schreckliches Bild von einem Kind in den Zeitungen war, das durch einen Hund getötet wurde. Sie

betonte, dass Sie Tiere mag und selber 2 Streunerhunde adoptiert hätte.

Aber gegen die Tiere müsse etwas unternommen werden, weil sie eine Gefahr darstellen. Die Länder

sollten das aber in Eigenregie machen.

Nachdem die MEPs gesprochen hatten, meldete sich der Vertreter der EU Kommission noch einmal

und man hörte, dass sich seine Meinung geändert hatte und er sich nun wohl doch mit dem Thema

beschäftigen will, zumal er zur Kenntnis genommen hat, dass sich die Gewalttaten gegen die Tiere

auch auf die menschliche Psyche auswirken.

Danach bekamen der italienische Petent und ich noch einmal das Wort, wir sind beide auf unsere

Vorredner eingegangen. Ich machte darauf aufmerksam, dass:

die Straßenhunde oft aus Gründen der Selbstverteidigung angreifen, sie werden ja nicht nur

grausam getötet, sondern auch während ihres Lebens auf der Straße, mit Steinen verletzt,

getreten, geschlagen und etliches mehr. Nicht nur von Erwachsenen, auch von Kindern.

die Kastration und dass auf die Straße zurückbringen(Neuter and Return), auf Dauer

effektiver und günstiger ist als das Töten, abgesehen von der psychischen Wirkung auf

Erwachsene und erst Recht auf Kinder. Siehe

Diagramm von Robert Smith (UK).

die EU ja nicht eingreifen kann, wegen mangelnder Verträge (Begründung der EU

Kommission) mit den Mitgliedsländern, wir aber eine Rahmentierschutzgesetz fordern, damit

die EU eingreifen kann, bzw. auch jetzt schon nach dem Subsidiaritätsprinzip sogar eingreifen

muss.

die einzelnen Länder teilweise sehr gute Tierschutzgesetze besitzen, diese aber nicht

eingehalten werden.

Die Schlussrede hielt die Vorsitzende MEP Fr. Mazzoni. Sie sagte ganz klar, dass die Kommission ihrer

Meinung nach, durch die große Anzahl der eingereichten Petitionen, ein klares politisches Mandat

erhalten hat. Damit schloss Sie sich Ihren Ausschusskollegen an. Sie schlug vor, unsere Petitionen

offen zu lassen. Das wurde angenommen und bedeutet, sie werden weiter bearbeitet.

Sie sagte aber auch, dass man nicht über die existierenden Verträge und den Zuständigkeitsbereich

der Europäischen Union hinausgehen kann.

Sie würde vorschlagen, aufgrund der Vielzahl der bisher eingereichten Petitionen, dem

Europaparlament eine Resolution vorzulegen. Außerdem wies sie darauf hin, dass schon

Ankündigungen von neuen Petitionen mit sehr vielen Unterzeichnern vorlägen.

In der Versammlung der Koordinatoren sollte über die zu treffende abschließende Entscheidung über

diese Resolution beraten werden.

Die politische Initiative, dieses Thema betreffend, solle aber auf jeden Fall weiter geführt werden.

Sie wies auf eine Studie hin, die, die Grundlage des Gesetzes für die Streunertiere in Italien bildet, sie

beinhaltet wissenschaftliche Daten zu den gesundheitlichen Problemen für die Bevölkerung, zum

Umweltschutz und den Gefahren für den Straßenverkehr.

Sie meinte, es gäbe ausreichend viele Themen aus allen Sektoren, die es rechtfertigen würden, dass

man einen Eingriff der Kommission beantrage, der sogar über die Zuständigkeiten der EU

hinausginge.

ALLES IN ALLEM EIN ERFOLGVERSPRECHENDES MEETING IN BRÜSSEL.

Hans Joachim Richter Ärzte für Tiere e.V.

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